Rote Bank in der Ringstraße

„Das war heute fast eine Sonnenbank und nicht die ‚Rote Bank‘“, meinte ein Besucher der mobilen Bürgersprechstunde der SPD am letzten Samstag. Aufgebaut waren die Rote Bank samt Tisch und Sonnenschirm bei bestem Wetter am Nahversorgungszentrum in der Ringstraße. Gegenüber, auf dem früheren Bauhof- und Feuerwehrareal, sind nach Ewigkeiten endlich die Bauschuttberge verschwunden. Die jetzt von gerodeten Bäumen gekennzeichnete, ansonsten leere, Fläche macht aber noch immer einen traurigen Eindruck.

Die Sozialdemokraten sind nicht überrascht, dass viele Bürger der anstehenden dortigen Ansiedlung eines zusätzlichen Supermarktzentrums eher kritisch gegenüber stehen. „Das Straßenseiten-Wechsel-Dich-Spiel  von REWE wird nicht als großer Wurf gesehen“, berichtet SPD-Ortsvereinsvorsitzender Bernd Kaltschnee. Eigentlich sollte die Fläche aber auch ein Zentrum des Verweilens werden, Platzcharakter aufweisen, mit Bäumen, Kommunikationstreffpunkt mit Jugendcafé, Mehrgenerationenhaus. „Davon ist aber nichts mehr übrig geblieben“.

Problematisch werde von vielen Bürgern weiter die Verkehrssituation in der Ringstraße gesehen. „Dies ist nicht erst seit neulich der Fall. Schon lange beklagen sich die Anwohner über zunehmenden Straßenverkehrslärm und Gefährdungen, vor allem durch den Schwerlastverkehr,“ so Bernd Kaltschnee. Das spiegle sich in mehreren Anfragen und Anträgen der SPD wider. Leider habe man zum Beispiel vor knapp zwei Jahren mit dem Vorstoß in Richtung LKW-Nachtfahrverbot keine Mehrheiten gefunden.
In den Gesprächen habe sich immer wieder die Sorge der Bürger um die Sicherheit im Straßenverkehr widergespiegelt. „Zu schnelles Fahren, die Parkplatzsituation und gefährliche Einmündungen wurden angeprangert“, erzählt der SPD-Mann. Und – da müsse man beinahe schmunzeln, ob des jahrelangen Running Gag: es gebe keine Rote Bank ohne Klagen über die Blumenkübel in den Hauptdurchgangsstraßen.
Auch das Fehlen eines Altglascontainers im Bereich Ringstraße/ Niedertal sei Thema gewesen. „Wir werden versuchen, die Anliegen selbst zu klären, Anfragen zu stellen oder im Magistrat anzusprechen“, verspricht Bernd Kaltschnee.