Nachruf Hubert Thorwald Reuter

In tiefer Anteilnahme mit den Hinterbliebenen trauert der SPD Ortsverein Langenselbold um sein langjähriges Mitglied Hubert Thorwald Reuter.

Hubert Reuter wurde am 9. März 1956 geboren und wuchs im beschaulichen Seligenstadt auf. Bereits früh hatte er sich der Musik verschrieben. Noch als Schüler des Einhard-Gymnasiums spielte er bereits in der Seligenstädter Basilika die Orgel und leitete seinen ersten, 1974 von ihm gegründeten Chor, den Reuter-Chor (heute Vox Musica). Weitere Stationen auf dem Weg zum Chordirektor waren die Frankfurter Chorleiterschule sowie weiterführende Studien und Seminare bei international renommierten Dirigenten wie Miroslav Kosler vom Prager Männerchor und Wilhelm Rettich, einem Schüler von Max Reger. In den vielen Jahren seines Schaffens war er unter andrem musikalischer Leiter des Vocalensemble Mernes, der Cocordia Eichen, der Pro Musica Karben, des Ars Cantorum Main-Kinzig, der Chorgemeinschaft Rendel und zuletzt des Chorforum Eintracht Langenselbold, seinem letzten großen Herzensprojekt. Als engagierter Chorleiter verstand er es, Brücken zu schlagen und die Vielfalt vokalen Musizierens engagierten Laien zugänglich zu machen. Das schlug sich auch in den nationalen sowie internationalen Teilnahmen an Chorwettbewerben nieder, wo seine Chöre regelmäßig Preise mit heimbrachten.

Am 1. März 1987 trat Hubert Reuter in seiner Geburtsstadt in die SPD ein. Bereits 1989 zog er jedoch aus Seligenstadt weg und wohnte beruflich bedingt einige Jahre in Nidderau und Limeshain, bevor er im Jahre 2009 zusammen mit seiner Ehefrau Rosi nach Langenselbold zog, der Heimatstadt seiner Frau. Hier unterstützte er den Ortsverband in den Folgejahren durch seine erfolgreiche Kandidatur für den Kreistag, dem er von 2011 – 2021 als Mitglied des Bildungs- und Kulturausschusses angehörte. Im Rahmen dieser Tätigkeit gehörte er auch der Fachjury an, die jährlich den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises vergab. Auch um die Selbsthilfebewegung hat Hubert große Verdienste erworben und – auch unter Nutzung seines politischen Netzwerkes – unermüdlich dazu beigetragen, den Gedanken der Selbsthilfe in der Gesellschaft zu manifestieren. Er war ein stets freundlicher, aber engagierter Streiter für seine sozialen und kulturellen Ziele, die er sowohl in der Politik als auch viele Jahre als Vorsitzender des Vorstands des Hanauer „Begegnungszentrums Hanau-Main-Kinzig“ umzusetzen bzw. zu erreichen versuchte.

Eine Woche nach seinem 66. Geburtstag verstarb Hubert Reuter nach schwerer Krankheit, aber trotzdem für alle Beteiligten plötzlich und unerwartet, und hinterlässt sowohl in der Partei, in der Kulturszene sowie im sozialen Bereich, aber auch in seiner Familie ein große Lücke.

Für den Vorstand

Jürgen Schonlau
Vorsitzender

Eine Antwort zu “Nachruf Hubert Thorwald Reuter”

  1. Klaus Noss sagt:

    Ich glaube es läst sich gar nicht so genau in Worte fassen, welches Gespür und Empfinden Reuter bei seinen Laiensängerinnen und Sängern für Musik und Chorgesang entwickelt hat. Aber die Heiligsprechung findet ja immer nach dem Tot statt

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